191
ſten Führer geriethen in Gefangenſchaft. Man brachte ſie nach Rio Janeiro. Unter ihnen be⸗ fand ſich unſer Landsmann Zambecarri, den ich, wie ich bereits erzählt, in den Gefängniſſen von Santa⸗Cruz kennen gelernt hatte. Man ſprach davon einen Kreuzzug zu beginnen und Caper⸗ briefe für uns auszuſtellen. Roſſetti und ich hat⸗ ten keine Ruhe mehr bevor wir mit dem repu⸗ blikaniſchen Banner in den unermeßlichen Ocean geſchleudert wurden. Roſſetti beſorgte Alles und erreichte den Zweck den wir uns vorgeſezt hatten.
Man weiß das Uebrige, da man uns von da an nicht mehr aus dem Auge verloren hat.
Ach es gibt keinen Winkel auf der Erde wo nicht die Gebeine eines edlen Italieners liegen. Darum ſollte Italien ſich nie mehr freuen, ſon⸗ dern auf ewig in Trauer hüllen. O armes Ita⸗ lien, du wirſt die Abweſenheit deiner verlornen Söhne empfinden, wenn du einmal den Verſuch machſt dich über dieſen von den Raben gefreſſenen Leichnamen zu erheben.
X Die Picada das Antas.
Dieſer zur Winterszeit mitten in einem Ge⸗ birgsland und unter unaufhörlichem Regen un⸗ ternommene Rückzug war der furchtbarſte und unglücklichſte den ich je erlebt habe.
Wir nahmen ſtatt aller Mundvorräthe einige Kühe am Stricke mit, da wir wohl wußten daß


