Teil eines Werkes 
1. Bd. (1860)
Entstehung
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ſete Niederlage erfuhren, bewaffneten ſie ſich und legten an mehrern Orten Hinterhalte, namentlich in den Picadas auf welchen die Flüchtigen in der Richtung von Coritibani nach Lages hinzie⸗ hen mußten.

In den Cabecas, d. h. in den beinahe un⸗ zugänglichen Theilen dieſer Fußpfade, wurde ein ſchreckiches Blutbad unter unſern unglücklichen Gefährten angerichtet; Anita's Anblick aber trieb, ſei es nun daß ihr guter Stern über ihr leuch⸗ tete, oder daß die bewundernswürdige Entſchloſ⸗ ſenheit womit ſie über dieſe gefährlichen Stellen hinſchritt Reſpect einflößte, die Mörder immer in die Flucht, denn ſie glaubten ſich, wie ſie ſelbſt ſagten, von einem geheimnißvollen Weſen verfolgt.

In der That war es ſeltſam anzuſehen wie dieſe tapfere Frau auf einem feurigen Renner, welchen ſie in dem Hauſe wo ſie Gaftfreundſchaft empfangen ſich erbeten und erlangt hatte, im Ga⸗ lopp zwiſchen den Felſen dahinjagte, und zwar in einer Sturmnacht, beim Schein der Blize und beim Getbſe des Donners. Vier Reiter die am Uebergang des Fluſſes Cauvas ſtanden, entflohen beim Anblick dieſer Viſion und ſtürzten ſich hinter die Gebüſche. Während dieſer Zeit kam Anita ſelbſt auf dem Geſtade an; der Bach war von dem Regen und Berggewäſſern zu einem bedeu⸗ tenden Fluß angeſchwollen, und gleichwohl ſezte ſie über dieſen wüthenden Strom, nicht mehr, wie ſie vor einigen Tagen gethan hatte, in einer gu⸗ ten Barke, ſondern ſie ſchwamm hinüber, aber an