Wir theilen hier ein Bruchſtück aus ſeinem Schreiben mit:
„Um den Prinzen von Carignan ſeines Erbes zu berauben, will man die Herzogin von Modena, älteſte Tochter des Königs Victor Emmanuel, auf den Thron berufen. Dieſe Leichtfertigkeit womit man das edle Haus Savoyen von einem Thron entfernen möchte den es ſelbſt gegründet hat, und dieſe unſerm Jahrhundert ganz eigenthümliche Un⸗ vankbarkeit kann dem Chef eines Hauſes nicht zu⸗ ſagen das achtzehnmal mit demſelben verwandt iſt, und dieſe Politik kann der franzöſiſchen Regie⸗ rung nicht anſtehen, welche wenigſtens das Recht hat die gänzliche Unabhängigkeit des Souveräns zu erlangen der den Schlüſſel Italiens in ſeiner Hand hält.“
Ludwig XVIII. theilte die Anſicht ſeines Mi⸗ niſters. Er ſchrieb dem Prinzen von Carignan daß er ihm eine Zuflucht am franzöſiſchen Hof anbiete. Das war als ob er zu ihm ſagte:„Sie haben nichts zu fürchten; ich nehme Ihre In⸗ tereſſen in meine Hände. Ich werde nicht geſtat⸗ ten daß ein Anderer als Sie König von Pie⸗ mont werde.“
Und in Wahrheit konnte der König der ſeinem Volk eine Charte vetroyirt hatte, einem Prinzen kein Verbrechen daraus machen daß er eine Ver⸗ faſſung verſprochen die nicht anerkannt wor⸗ den war.
Aber es war nothwendig daß der Prinz von


