Teil eines Werkes 
9.-10. Bdchn (1845)
Entstehung
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connas und La Mole abgelegt hatte, wieder in Gnade gekommen war, als man ihr meldete, ein Mann, der ihr eine Sache von größter Wichtigkeit mittheilen zu müſſen behaupte, warte in ihrem Betzimmer.

Sie ging raſch hinab und fand Herrn von Maurevel.

Er iſt hier! rief der ehemalige Kapitän der Pe⸗ dardirer, der gegen die königliche Etiquette Catharina keine Zeit ließ, das Wort an ihn zu richten.

Wer, er? ſagte Catharina.

Wer ſoll es ſeyn, Madame, wenn nicht der König von Navarra?

Hier? verſetzte Catharina;hier! er!... Heinrich!... Und was will der Unkluge hier?

Wenn man dem Anſcheine glauben dürfte, ſo käme er, um Frau von Sauve zu ſehen. Glaubt man der Wahrſcheinlichkeit, ſo kommt er, um gegen den König zu conſpiriren.

Und woher wißt Ihr, daß er hier iſt?

Geſtern ſah ich ihn in ein Haus treten, und einen Augenblick nachher kam Frau von Sauve eben dahin.

Wißt Ihr gewiß, daß er es iſt?

Ich wartete ſeine Rückkehr ab, das heißt, ich war⸗ tete einen Theil der Nacht. Um drei Uhr begaben ſich die zwei Liebenden wieder auf den Weg. Der König führte Frau von Sauve bis zu der Pforte des Louvre. Hier trat ſie mit Hülfe des Concierge, der ohne Zweifel in ihrem Intereſſe iſt, ohne beunruhigt zu werden ein, und der König kehrte ein Lied trällernd und mit ſo freiem Schritte zurück, als wäre er mitten in ſeinem Gebirge.

Wohin iſt er zurückgekehrt?

In die Rue de l'Arbre⸗Sec, in den Gaſthof zum Schönen Geſtirn, zu demſelben Wirthe, wo die zwei Zau⸗ berer wohnten, welche Eure Majeſtät enthaupten ließ.

Warum habt Ihr mir das nicht ſogleich gemeldet?

Weil ich meiner Sache noch nicht gewiß genug war.