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Augenblick ſeine Amme ihm näherte, einen Trank in der Hand haltend, den ſie in dem anſtoßenden Zimmer berei⸗ tet hatte, ohne darauf Achtung zu geben, daß ſich das Geſchick von Frankreich drei Schritte von ihr entſchied, ſprach er:
„Rufe meine Mutter, gute Amme, und ſage auch, man möge Herrn von Alengon kommen laſſen.“
XVII. Der Bönig iſt todt: es lebe der Bönig!
Catharina und der Herzog von Alengon traten, Beide leichenbleich vor Schrecken und zitternd vor Wuth, ein paar Minuten nachher ein. Catharina wußte, wie es Heinrich errathen, Alles und hatte Franz mit wenigen Worten Alles mitgetheilt. Sie machten einige Schritte und blieben dann wartend ſtehen.
Heinrich ſtand oben an dem Bette von Karl.
Der König wußte nicht, was vorgegangen war, und erklärte ihnen ſeinen Willen.
„Madame,“ ſagte er zu ſeiner Mutter,„hätte ich einen Sohn, ſo würdet Ihr Regentin, oder in Ermange⸗ lung von Euch würde es der König von Polen, oder in Ermangelung des Königs von Polen mein Bruder Franz; aber ich habe keinen Sohn, und nach mir gehört der Thron meinem Bruder, dem Herzog von Anjou, welcher abweſend iſt. Da er früher oder ſpäter erſcheinen wird, um dieſen Thron zu fordern, ſo ſoll er nach meinem Willen nicht einen Menſchen an ſeinem Platze treffen, der durch beinahe gleiche Rechte ihm ſeine Anſprüche ſtreitig machen könnte und folglich das Königreich Prä⸗ tendenten⸗Kriegen preisgeben würde. Darum nehme ich Euch nicht zur Regenktin, Madame; denn Ihr hättet zwiſchen Euren zwei Söhnen zu wählen, was ſehr pein⸗
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