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und ſchaute Alengon wie ein Mann an, der gegen ſeine Gewohnheit einen Vorrath von Geduld ſammelt,„ſtille, irgend eiu neues Gerücht, irgend eine Beſchuldigung am frühen Morgen?“
„Nein, Sire, eine Gewißheit, ein Complott, das mein lächerliches Zartgefühl allein Eurer Majeſtät zu enthüllen mich verhindert hatte.“
„Ein Complott?“ ſagte Karl,„laßt Euer Complott hören!“
„Sire, während Eure Majeſtät am Fluſſe und in der Ebene des Veſinet jagen wird, erreicht der König von Navarra den Wald von Saint⸗Germain. Eine Truppe von Freunden erwartet ihn in dieſem Walde und ſoll mit ihm fliehen.“
„Ah! ich wußte es wohl,“ ſprach Karl.„Abermals eine ſchöne Vexleumdung gegen meinen armen Henriot. Werdet Ihr einmal ein Ende mit ihm machen?“
„Eure Majeſtät braucht wenigſtens nicht lange zu warten, um ſich zu verſichern, ob das, was ich ihr zu ſagen die Ehre gehabt habe, eine Verleumdung iſt oder nicht.“
„Wie dies?“
„Dieſen Abend wird unſer Schwager abgereiſt ſeyn.“
Karl ſtand auf und ſprach:
„Hört: ich will noch einmal Miene machen, als glaubte ich an Eure Erfindung; aber ich kündige Euch, Dir und Deiner Mutter, an, daß dieſes Mal das letzte Mal iſt.“
Dann die Stimme erhebend, fügte er bei:
„Man rufe den König von Navarra!“
Eine Wache machte eine Bewegung, um zu gehor⸗ chen; aber Franz hielt ſie durch ein Zeichen zurück.
„Ein ſchlechtes Mittel, mein Bruder. Auf dieſe Art werdet Ihr nichts erfahren. Heinrich wird leugnen, ein Signal geben, ſeine Genoſſen ſind gewarnt und verſchwinden; dann wird man meine Mutter und mich
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