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rückzuhalten. Es war das beharrliche Geſchick, das Heinrich zu bewachen und die Valvis zu verfolgen ſchien, und gegen welches der Herzog noch einmal anzuſtreben verſuchen wolite.
In einem Augenblicke änderte ſich ſein ganzer Plan in Beziehung auf Heinrich. Es war Karl und nicht Heinrich, der das vergiftete Buch geleſen hatte. Heinrich ſollte ſich entfernen, aber verurtheilt entfernen. Von dem Au⸗ genblick an, wo das Geſchick ihn noch einmal rettete, mußte Heinrich bleihen, denn Heinrich war weniger zu fürchten als Gefangener in Vincennes oder in der Ba⸗ ſtille, als wenn er König an der Spitze von dreißigtau⸗ ſend Mann geweſen wäre.
Der Herzog von Alencon ließ Karl ſein Kapitel vollenden. Als der König aber das Haupt erhob, ſagte er:
„Mein Bruder, ich wartete, weil Eure Majeſtät es mir ſo befohlen hatte, aber zu meinem großen Be⸗ dauern, da ich Euch Dinge von der größten Wichtig⸗ keit mitzutheilen habe.“
„Ah, zum Teufel!“ ſprach Karl, deſſen Wangen ſich allmählig purpurroth färbten, mochte er nun mit zu großem Eifer geleſen haben, oder fing das Gift be⸗ reits an zu wirken,„zum Teufel! wenn Du mir aber⸗ mals von derſelben Sache ſprechen willſt. Du gehſt ab, wie der König von Polen abgegangen iſt. Ich habe mich ſeiner enkledigt, und werde mich Deiner entledigen; kein Wort mehr hierüber.“
„Mein Bruder,“ erwiederte Franz,„ich will auch nicht von meiner Ahreiſe mit Euch ſprechen, ſondern von der eines Andern. Eure Majeſtät hat mich in meinem tieſſten, zarteſten Gefuͤhle verletzt, in meiner brüderlichen Ergebenheit für ſie, in meiner Treue als Unterthan, und es liegt mir daran, ihr zu beweiſen, daß ich kein Verräther bin.“
„Stille,“ ſprach Karl, ſtützte ſich mit dem Ellen⸗ bogen auf das Buch, kreuzte die Beine übepeinander
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