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— Wen ſuchen Sie, mein Herr? fragte der gute alte Mann, der Triſtan nicht wiedererkannte. — Herrn Henry von Saint⸗Jle. .— Herrn Mametin, wollen Sie ſagen? — Ja, antwortete Triſtan.— — Er iſt todt, mein Herr. 3 — Todt? rief Triſtan bewegt und überraſcht. — Ja. — Erzählen Sie! — Es ſcheint, daß ihn außer dem Tode ſeines Va⸗. ters, den er kaum wiedergefunden hatte, noch ein anderes Unglück betroffen hat. Er kam zurück, um ſich hier, wie früher, einzuſchließen. Eines Morgens ſah ich ihn nicht, wie gewöhnlich, erſcheinen, deshalb trat ich in ſein Zim⸗ mer. Er war ausgegangen und ſein Bett ſtand unberührt da. Anfangs dachte ich, er habe die Nacht im Gebirge 8 3 .
zugebracht, wie es öfter zu geſchehen pflegte; als er aber zu lange ausblieb, ging ich, um ihn zu ſuchen. Da fand ich denn meinen armen Herrn an einem Baumzweige auf⸗ gehängt. Hat er ſich nun ſelbſt entleibt, oder iſt er ge⸗ waltſam ermordet, ich weiß es nicht. Mit Hülfe einiger 3 guten Bauern habe ich ihn begraben. Sehen Sie, mein ₰ Herr, ſchloß der Greis, hier iſt ſein Grab.
Bei dieſen Worten deutete er auf einen kleinen mit Raſen bedeckten Hügel.
Luuiſe kniete auf dem Grabe nieder. Indem fſie ſich wieder erhob, pflückte ſie eine Margarethenblume und ver⸗ barg ſie in ihrem Buſen.
— Armer Freund! ſprach Triſtan.
— Ach ja, mein Herr, beklagen Sie ihn, ſprach der Greis. Man weiß wahrhaftig nicht, warum Gott erlaubt, daß es ſolche arme Geſchöpfe giebt, die bei ihrer Geburt, in ihrem Leben und in ihrem Tode verflucht ſind.


