— 158—
und wäre es Ihr leiblicher Sohn, mit mehr Liebe für Sie ſorgen würde, als ich.
— Die Aufregung dieſes Tages hat mich ein wenig angegriffen, ſprach der Greis mit zitternder Stimme, ich bedarf der Ruhe; darum zieht Euch zurück, meine Kinder. Du, Louiſe, bete zu Gott, ſo lange Du kannſt, und Sie, Triſtan, mögen ſich zur Abreiſe rüſten. Morgen Mittag erwarte ich Euch Beide, vielleicht habe ich Euch noch etwas zu ſagen.
Nachdem Louiſe und Triſtan die Stirn des kranken Greiſes geküßt, zogen ſie ſich zurück. Schweigend reichten ſich die beiden jungen Leute die Hände, dann trennten ſie ſich mit einem Gefühle, das die menſchliche Sprache nicht bezeichnen kann.
Als Triſtan in ſein Zimmer trat, ſaß Wilhelm und betrachtete die Sterne.
Er klopfte ihn auf die Achſel.
— Packen Sie Ihre Koffer, ſprach er.
— WMeine Koffer?
— Ja.
— Soll ich reiſen?
— Ja, wir reiſen.
— Wann? — Morgen.
—


