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— Mein Gott, was habe ich Ihnen zu verzeihen?
— Das Schweigen, das ich ſo lange beobachtet und das Unglück, welches ich Dir während ſo langer Zeit be⸗ reitet. Es war nicht meine Schuld, wie ich Dir hereits geſagt, mein Kind. Deine Mutter hatte mich ſchwören laſſen, daß Du, ſo lange ſie am Leben ſei, weder ihren noch meinen Namen erfahren ſollteſt. Jetzt iſt ſie todt, und bevor ſie ſtarb, ſandte ſie mir einen Brief für Dich. Ich habe Dir den Brief gegeben, Du haſt ihn mir vor⸗ geleſen und beide haben wir meine Entſchuldigung darin gefunden. Ich weiß, daß Du Dich verheirathen willſt, ich weiß aber auch, daß dieſe Heirath von dem abhängt, was ſich hier ereignet; darum meine ich, Du reiſeſt morgen in aller Frühe, denn ich will Dein Glück nicht halb begrün⸗ det haben. Ich habe deshalb dieſe Unterredung mit Dir gewünſcht, weil der Tod wacht an der Thür der Leute meines Alters, und weil, wenn ich ſterbe ehe Du reiſeſt, mein Tod Dein Glück verzögern und das Vergehen mei⸗ nes Lebens fortſetzen würde. Auch bin ich ſeit zu kurzer Zeit Dein Vater, um Dich jetzt ſchon zur Trauer zu ver⸗ urtheilen; ich will, daß Du reiſeſt, und daß Du ſobald als möglich mir Deine Frau zuführſt. Auf Wiederſehen denn, mein Kind. Schreibe mir von Paris aus und ſei glücklich als Lohn für Deine ungluͤckliche Vergangenheit.


