Teil eines Werkes 
2. Bd. (1848)
Entstehung
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Held nahm ſeinen Platz am Fenſter und erwartete den Mann vom verfloſſenen Abend.

Es währte nicht lange, ſo ſah er den Schatten deſ⸗ ſelben, der ſich auf der Mauer bildete, dem Hauſe des Doctors zuſchweben.

Triſtan ergriff eilig ſeinen Hut, verließ ſein Zimmer, öffnete Wilhelm's Thür, indem er ſprach:„Erwarten Sie mich,“ und ging zum Hauſe hinaus.

In dem Augenblicke, als er über die Straße ging, hatte der Unbekannte Louiſe's Haus erreicht. Triſtan ſtellte ſich zwiſchen ihn und die Thür.

— Wohin, mein Herr? fragte Triſtan.

— Dahin, wohin ich gehe, antwortete der Mann im Mantel.

Triſtan bebte zuſammen bei dem Tone dieſer Stimme, denn ihm war, als ob er ſie ſchon gehört hätte.

— Sie werden aber nicht dahin gehen, mein Herr, ſprach Triſtan, indem er ſich beugte, um die Züge dieſes Mannes unterſcheiden zu können.

— Das wollen wir ſehen, rief dieſer, und entledigte ſich ſeines Mantels, indem er ihn hinter ſich warf.

In dieſem Augenblicke trat der Mond hinter einer Wolke hervor und beleuchtete die Geſichter der beiden Männer.