Teil eines Werkes 
2. Bd. (1848)
Entstehung
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— Ja.

— Werden Sie mir auch deshalb nicht böſe ſein?

— Nein.

— Ich will ſie ja nur noch einmal ſehen, um ihr zu ſagen, daß mein Entſchluß, mich in Zukunft fern von ihr zu halten, feſt ſtehe.

Der verliebte Wilhelm ergriff leiſe ſeinen Hut, als ob er fürchtete, das geringſte Geräuſch könne die Empfind⸗ ſamkeit Triſtan's wieder wecken; dann trat er zu ihm, er⸗ griff die Hand ſeines Freundes und ſprach:

— Sie ſind mir alſo nicht böſe? Ich will ſie nur noch ein einziges Mal ſehen, und dann iſt alles aus, das ſchwöre ich Ihnen.

— Gehen Sie, mein beſter Freund, und thun Sie, was Ihnen gut ſcheint. Bin ich denn Ihr Herr gewor⸗ den? Bin ich nicht mehr Ihr Freund? Habe ich nicht ſtets gethan, was in meinen Kräften ſtund, um Ihr Glück

nicht zu zerſtören? Gehen Sie denn zu ihr, aber, ich bitte,

kommen Sie vor Einbruch der Nacht wieder zurück, es könnte ſein, daß ich Ihrer bedarf.

— Seien Sie ohne Sorge, ſchon in einer Stunde bin ich wieder hier. Mein Geſchäft iſt bald abgethan. Weil ich daran denke, fuhr Wilhelm fort, der jetzt die Un⸗ terhaltung ändern zu können glaubte, da ihm erlanbt war