— 132—
Wie es ſchien, hatte Wilhelm dieſe Erlaubniß er⸗ wartet, denn ein Strahl der Freude leuchtete aus ſeinen Augen.
— Wozu wäre das gut? Es iſt ja jetzt alles vor⸗ bei, fügte er gleichgültig hinzu, denn er hoffte, ſeinen Freund immer noch zu täuſchen.
— Hören Sie mich an, lieber Wilhelm: es handelt ſich in dieſer Sache einzig und allein nur um Sie, und Sie thun unrecht, wenn Sie Ihrer Neigung Zwang an⸗ legen. Das Leben iſt kurz und nicht immer heiter, das weiß ich beſſer, als irgend jemand, und meine Anſicht iſt, daß man das thun muß, was glücklich macht, ohne ſich darum zu kümmern, was die andern dazu ſagen.
— Sie ſagen mir das in einem faſt verdrüßlichen Tone..
— Durchaus nicht, ich ſpreche, wie ich es meine; meine Privatſorgen haben auf das, was ich Ihnen ſage keinen Einfluß.
— Ach, ich liebte dieſe Frau unendlich, fuhr Wil⸗ helm fort, der fürchtete, das Geſpräch möchte eine andere Wendung nehmen und ihm entginge die Gelegenheit, Eu⸗ phraſia zu ſehen.
— Nun, ſo gehen Sie doch zu ihr, ſprach Triſtan.
Rathen Sie es mir?


