Teil eines Werkes 
2. Bd. (1848)
Entstehung
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— Welch ein ſonderbarer Mann!

— Nun, mein beſter Triſtan, was habe ich Ihnen geſagt? Habe ich nicht vorausgeſehen, daß Euphraſia Sie lieben würde?

— Sie beurtheilen die Dame vielleicht ein wenig zu ſtreng, antwortete Triſtan, der ſah, daß Wilhelm ſehr be⸗ trübt war und ihn nicht ganz zu Boden ſchmettern wollte.

— O, jetzt iſt alles vorbei! Ich kenne auch Ihr ſchönes Benehmen bei dieſer ganzen Sache. Was haben Sie mit meinem Briefe gemacht?

— Ich habe ihn zerriſſen.

— Danke, danke, mein edler Freund!

Ein lauter Seufzer entſtieg der gepreßten Bruſt des armen Wilhelm.

— RNein, nein, fuhr er fort, indem er mit Thränen in den Augen in dem Zimmer auf⸗ und abſchritt, nein, ſprach er, als ob er einer innern Stimme antwortete, ich werde ihr nicht verzeihen, ſie hat mich zu einer Schlech⸗ tigkeit verleitet. Und ich konnte an Ihnen zweifeln!

Der Handlungsbefliſſene, der einen Augenblick ſeine Thränen zurückgehalten hatte, überließ ſich nun ganz ſei⸗

nem Schmerze; er warf ſich auf Triſtan's Vett, bedeckte das Geſicht mit ſeinem Schnupſftuche und begann laut zu weinen.