Teil eines Werkes 
2. Bd. (1848)
Entstehung
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getheilt, fiel ihm nicht mehr ſchwer, er ſpielte ſie ſogar mit einer gewiſſen Hingebung, die ihn glücklich machte.

Oft ging Herr Mametin nach dem Mittageſſen aus, und Triſtan blieb dann mit Louiſe allein; oder, war Herr Mametin ermüdet, ſo blieb er zu Hauſe und bat Triſtan, ſeiner Frau den Arm zu reichen und ſie ſpazieren zu füh⸗ ren. Seitdem der Doctor Louiſe kannte, hatte ſie ſtets einen ſo reinen Lebenswandel geführt, daß er ſie, ohne den geringſten Argwohn, dem Don Juan ſelbſt anvertraut haben würde.

Die beiden Gatten, die beiden Freunde, die beiden Liebenden, oder wie man ſie nennen will, gingen dann Arm in Arm eine Stunde lang in den Feldern ſpazieren und kehrten fröhlich nach Hauſe zurück, wo Herr Mametin ſie lächelnd empfing. Dem jungen Manne reichte er die Hand und ſeiner Frau küßte er die Stirn.

Gegen zehn Uhr trennte man ſich. Louiſe ging in ihr Schlafzimmer und der Doctor in das ſeinige. Triſtan verfügte ſich in ſein kleines Haus.

Nie zündete er eine Lampe oder ein Licht an; er ſetzte ſich an das Fenſter und betrachtete die hehre Majeſtät der Nacht, welche ſtill und klar über dem Felde ausgebreitet lag. Von Zeit zu Zeit ertönte durch das nächtliche Schwei⸗ gen eine liebliche Stimme, welche die Gedanken des Träu⸗