Teil eines Werkes 
2. Bd. (1848)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

— 46—

— Beruhigen Sie ſich, beruhigen Sie ſich.

— Wiſſen Sie auch, wer dieſer Menſch iſt?

— Er ſcheint mir ein wackerer junger Mann zu ſein. — Er hat Sie getäuſcht, er iſt ein Vagabond, den mein Mann auf der Landſtraße aufgerafft hat, der hier ſeinen Vortheil ſucht, nichts weiß, unſerm Kinde nichts beibringt, ihm nur eine ſchlechte Erziehung giebt und we⸗ der Land noch Stand beſitzt.

— Meine beſte Madame Van⸗Dick, Sie übertreiben

die Sache. Ich habe mit dem jungen Manne geſprochen, und finde ihn durchaus nicht übel. Ich weiß zwar nicht, was er Ihnen zu Leide gethan, allein ich glaube, daß Ihr Gemahl keinen beſſern Lehrer für ſeinen Sohn finden konnte.

— Und er will ihn nicht fortſchicken?

— Nein, er behält ihn; ich habe ihm ſogar den Antrag geſtellt, für ihn zu ſorgen, er widerſetzt ſich dem aber in allem Ernſte.

— O wie unglücklich bin ich! rief Euphraſia unter Thränen. Ich kann hier nicht länger bleiben.

— Es wird ſich Alles ordnen laſſen. Haben Sie nur ein wenig Geduld, ſprach der Doctor, dem es leid zu werden anfing, zu der Dame gegangen zu ſein.

— Doctor, wollen Sie mir einen Dienſt leiſten?

—