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— Ich glaubte, Du zögeſt es vor, hier zu bleiben?
— Nein, ich will lieber auf das Land gehen.
— Gut, ſo gehſt Du morgen dahin, und wenn Du es erlaubſt, begleite ich Dich. Doch nun wollen wir uns trennen, mein Engel, es iſt ſchon ſpät. Bitte Gott, daß er mir verzeiht, und er wird mir verzeihen.
— Gute Nacht, mein Freund, antwortete Louiſe und bedeckte die dargebotene Hand des Greiſes mit Küſſen.
Louiſe zog die Glocke. Die Kammerfrau erſchien und beide gingen in das Schlafzimmer der Madame Mametin, ein Meiſterwerk, das Koketterie, Lurus und Geſchmack er⸗ funden.
Später zog auch Herr Mametin die Glocke. Ein alter Diener erſchien und beide gingen nach dem entgegen⸗ geſetzten Flügel des Hauſes in das Schlafzimmer des Grei⸗ ſes, ein wahres Muſter von Einfachheit.
Eine Stunde ſpäter waren, mit Ausnahme eines ein⸗ zigen, alle Lichter im Hauſe ausgelöſcht. Dieſes Licht
brannte in Louiſe's Zimmer, welche, ein Buch in der Hand, zu leſen ſchien; ſie las aber nicht, ſondern gedachte der Begebniſſe des verfloſſenen Tages und derer, die ſich viel⸗ leicht am nächſten Morgen ereignen würden.
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