Teil eines Werkes 
2. Bd. (1848)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

— 36

in der Welt, der durch meine Schuld leidet, und das Gute, das ich ausübe, wenn man anders meinen Gehorſam für Dich ſo nennen kann, iſt nur eine kleine Sühnung der Vergangenheit.

— Was wollen Sie damit ſagen?

— Ich will ſagen, liebes Kind, daß ſich vielleicht

alles ausgleichen wird, daß ich in Dir die Gelegenheit

erblicke, welche die Vorſehung mir geſendet, um mich mit Gott auszuſöhnen, und daß das Glück, mit welchem ich Dich zu umgeben verſucht habe, mich glücklicher macht, als Dich. Ich will ſagen, daß Du mir behülflich biſt, eine ſchwarze Erinnerung aus meinem Leben zu verlöſchen.

Wenn ich mein Alter und meine Schwachheit betrachte,

ſo denke ich immer, daß der gütige Gott mich nicht ſterben läßt, ehe ich allen denen, die ich liebe, nicht das gegeben habe, was ich ihnen ſchulde.

— So haben Sie noch nie zu mir geſprochen!

— Verzeihe mir, mein Kind, wenn ich Deine Trau⸗ rigkeit durch die Erzählung meiner Sünden noch vermehre. Reden wir nicht mehr davon, ſondern ſuchen wir morgen unſerm Unbekannten zu helfen. Morgen früh wollen wir ihn beſuchen.

— Und ich, antwortete Louiſe, die fürchtete, daß ihr Mann ſie zu Madame Van⸗Dick führte, ich gehe auf das Land.

——