— Was fehlt Dir, mein Kind? ſprach der Doctor, indem er ſich ihr zur Seite niederließ.
— O nichts, mein Freund, ich dachte noch an das, was mir Madame Van⸗Dick vorhin mittheilte, antwortete Louiſe und konnte ſich eines hohen Erröthens nicht er⸗ wehren.
— Was hat ſie Dir erzählt?
— Nichts als Thorheiten.
— Ich glaube es, denn ſie iſt ein wenig thöricht.
— Sie behauptet nämlich, daß ein junger Mann, dem ihr Gatte ſehr zugethan iſt und der als Erzieher ih⸗ res Sohnes im Hauſe wohnt, ſie liebt. Da die Nach⸗ ſtellungen deſſelben ihr läſtig werden, verlangt ſie, daß er das Haus des Herrn Van⸗Dick verlaſſe. Nun aber hat der arme junge Mann keine andere Stelle, und ich habe ihr geſagt, daß man, bevor man ihm dieſe raubte, ihm eine andere, wo möglich ſehr entfernt von hier, verſchaffen müſſe. Ich dachte, daß Sie ihm vielleicht dabei nützlich ſein könnten.
— Was hat der junge Mann gelernt?
— Alles, wie mir Madame Van⸗Dick ſagte; er hat ſogar Mediein ſtudirt, fügte Louiſe hinzu, die ſich der Ein⸗
zelnheiten, welche Euphraſia mitgetheilt, nicht mehr ent⸗


