Euphraſia ſchlug die Augen nieder. Nach einer Pauſe fuhr ſie fort:
— Sie ſagten mir vorhin, liebe Freundin, Herr Triſtan müſſe Holland verlaſſen, und jetzt meinen Sie wieder, es dürfe nicht geſchehen, ohne ihm ſeine Stellung zu rauben? Beides läßt ſich nicht vereinigen.
— Sie haben Recht, ich dachte ſo eben daran; man müßte ihm eine ähnliche an einem dritten Orte, entfernt von hier, zu verſchaffen ſuchen.
In dieſem Augenblicke trat der Doctor zu den beiden Damen.
— Nun, prich er mit einem wohlwollenden Lächeln, haben Sie Ihre großen Geheimniſſe ausgetauſcht? Darf man näheß treten N.
— Ja, mein. beſter Freund, antwortete Louiſe mit zitternder Stimme, vot Ihnen haben wir keine Geheimniſſe.
— Welche von Ihnen bedurfte einef Vertrauten?
— Ich! ſprach Euphraſia.
— Um in dieſer Angelegenheit ein baldiges Reſultat zu erzielen, können Sie uns ein wenig helfen, fügte Louiſe hinzu.
— Dieſe Sorge überlaſſe ich Ihnen, ſprach Euphraſia, indem ſie aufſtand, ich muß nach Hauſe zurückkehren, da Sie mir die erbetene Gaſtfreundſchaft verweigern.


