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waren nichts mehr als Licht und Staub. Zwei Dinge, aus denen der Ruhm beſteht. Die Roſſe von Marly, jener wiehernde Marmor, bäumten ſich in einer goldenen Wolke. Die Equipagen fuhren hin und her. Eine Schwadron der prachtvollen Garde du Corps, die Trompeter an der Spitze, kam die Allee von Neuilly herab, die weiße Fahne, von der untergehenden Sonne roſig angehaucht, flatterte auf dem Dom der Tuilerien. Der Platz de la Concorde, wieder Platz Ludwig XV. geworden, war überfüllt mit zufriedenen Spaziergängern. Viele trugen an einem weißen Moiréband die ſilberne Lilie, welche 1817 noch nicht ganz aus den Knopflöchern verſchwunden war. Si der Mitte der Vorübergehenden, die einen Kreis bildeten und Beifall klatſchten, eine Zahl kleiner Mädchen, welche ein damals berühmtes bonvboniſtiſches Lied ſangen, dazu be⸗ ſtimmt, die huntert Tage in Grund und Boden zu ſchmettern, und das den Refrain hatte:
Gebt uns den Vater von Gent zurück, Gebt uns unſern Vater.
Eine Menge ſonntäglich geputzter Vorſtädter, zuweilen ſogar mit Lilien geſchmückt, wie die Bürger, waren auf dem großen Viereck und auf dem von Marignh vertheilt, ſpielten mit Pfeifen oder drehten ſich auf den hölzernen Pferden der Carouſſels; andere tranken, einige Druckerlehrlinge hatten Papiermützen, man hörte ihr Gelächter. Alle waren frendeſtrahlend. Es war eine Zeit unbeſtreitbaren Friedens und tiefer royaliſtiſcher Sicherheit; es war die Zeit, in welcher ein geheimer Specialbericht des Polizeipräfekten Anglès an den König über die Vorſtädte von Paris, mit den Zeilen ſchloß:
„Alles wohl erwogen, Sire, iſt nichts von dieſen Men⸗ ſchen zu fürchten. Sie ſind ſorglos und träg, wie die Katzen. Das niedere Volk in den Provinzen iſt unruhig, das von Paris iſt es nicht. Es ſind ſämmtlich kleine


