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Und wenn ein Dorfpfarrer nach D... kam, fand der Biſchof noch die Mittel, ihn zu zettrthen Dank der ſtren gen Sparſamkeit der Frau Magloire und der verſtän— digen Eintheilung des Fräuleins Baptiſtine.
Eines Tages, als der Biſchof ungefähr ſeit drei Jahren in D war, ſägte er⸗
„Ich bin aber doch recht beſchränkt.“
„Das glaube ich gern!“ rief Frau Magloire. „Ew. Hochwürden haben nicht einmal die Einkünfte gefor⸗ dert, welche das Departement Ihnen für die Fahrten in der Stadt und die Inſpectionsreiſen in der Diöceſe zu be⸗ zahlen hat. Bei den Biſchöfen von ehemals war das üblich.“
„Ja, Sie haben auch Recht, Frau Magloire!“ ſagte der Biſchof.
Er reichte eine Vorſtellung ein.
Einige Zeit darauf zog der General⸗Rath dieſe For⸗ derung in Erwägung und gewährte ihm die jährliche Summe von dreitauſend Francs unter der Rubrik: Vergütung an den Herrn Biſchof an Koſten für Wagen, Poſt⸗ und Inſpectionsreiſen.
Die Bürgerſchaft des Ortes erhob darüber ein Leſchrei und ein Senator des Kaiſerreiches, der als Mit glied des Rathes der Fünfhundert dem 15 Brumaire gün⸗ ſtig geweſen war, und in der Nähe von D... eine pracht⸗ volle Senatorei beſaß, ſchrieb bei dieſer Gelegenheit an den Cultusminiſter, Herrn Bigot von Préameneu ein kleines gereiztes und vertrauliches Briefchen, dem wir die folgenden authentiſchen Zeilen entlehnen:
„Koſten für Wagen? Wozu das in einer Stadt von weniger als viertauſend Einwohnern? Vergütung für In⸗ ſpectionsreiſen? Wozu nützen dieſe Reiſen überhaupt? Und dann,— wie kann man in einem Gebirgslande mit der Poſt reiſen? Es giebt hier keine Straßen. Man reitet nur zu


