Teil eines Werkes 
1. Abt., 1. Bd. (1863)
Entstehung
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Das Hoſpital war ein kleines niedriges Haus, nur mit einem Stockwerk und einem kleinen Garten.

Drei Tage nach ſeiner Ankunft beſichtigte der Biſchof das Hoſpital. Als der Beſuch beendigt war, ließ er den Hoſpitaldirector bitten, zu ihm zu kommen.

Herr Director, fragte er ihn,wie viele Kranke haben Sie gegenwärtig?

Sechsundzwanzig, Hochwürden.

So viele hatte ich auch gezählt, ſagte der Biſchof.

Die Betten, fuhr der Director fort,ſtehen ſehr nahe bei einander.

Das habe ich bemerkt.

Die Säle ſind eigentlich nur Zimmer, und die Luft läßt ſich in ihnen ſehr reinigen.

So ſcheint es mir.

Und dann iſt auch der Crien ſehr klein für die Geneſenden, wenn wir einen Sonnenſtrahl haben.

Das ſagte ich mir auch.

Bei Epidemien wir hatten dies Jahr den Typhus und vor zwei Jahren den engliſchen Schweiß und das Frieſelfieber haben wir zuweilen bis hundert Kranke und wiſſen dann nicht, was wir mit ihnen anfangen ſollen.

Den Gedanken habe ich auch ſchon gehabt.

Ja, was wollen Euer Hochwürden? ſagte der Direc⸗ tor.Man muß ſich in das Unvermeidliche fügen.

Dieſes Geſpräch fand in der Speiſeſaal⸗Gallerie des Erdgeſchoſſes ſtatt.

Der Biſchof bewahrte einen Augenblick das Schweigen; dann wendete er ſich plötzlich gegen den Hoſpital⸗Director.

Mein Herr, ſagte er,wie viel Betten glauben Sie wohl, daß dieſer Saal allein faſſen könnte?

Der Speiſeſaal Eurer Hochwürden? fragte der Director ganz verwundert.

Der Biſchof durchlief den Saal mit den Blicken und