Teil eines Werkes 
5.-8. Bdchn (1845)
Entstehung
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Mein Bruder, wir haben unſern Entſchluß geſprochen, und dieſer Entſchluß iſt rneiſchütterlich werdet reiſen.

Alencon machte eine Bewegung. Karl ſchien es nicht zu bemerken, und fuhr fort:

Navarra ſoll ſtolz darauf ſeyn, einen Bruder des Königs Franfreich zum Fürſten zu haben. Macht, Glück, Alles ſollt Ihr haben, was te G burt geziemt, wie es Euer Bruder Heinrich bekommen hat, und wie er, fügte er lächelnd bei,werdet Ihr mich aus der Ferne ſegnen. Aber gleichviel die Segnungen kennen keine Entfernung.

Nehmt an, oder vielmehrfügt Euch. Seyd Ihr einmal König, ſo wird man eine Frau würdig eines Sohnes von Frankreich für Euch finden, welche Euch vielleicht einen 8 andern Thron bringt.

Aber Eure Majeſtät vergißt ihren guten Freuud Heinrich.

Heinrich! wenn ich Euch ſage, daß er den Thron von Navarra nicht will. Ich habe Euch bereits bemerkt, er trete ihn Euch ab. Heinrich iſt ein luſtiger Junge, und kein Bleichgeſicht wie Ihr. Er will nach Wohlge⸗ fallen lachen und ſich beluſtigen und nicht vertrocknen, wozu wir verdammt ſind, wir unter den Kronen.

Alencon ſtieß einen aus.

EureMajeſtät befiehlt mir alſo mich zubeſchäftigen⸗.

Nein, nein kümmert Euch um nichts, Franz, ich werde Alles ſelbſt ordnen. Verlaßt Euch auf mich als auf einen guten Bruder. Und nun, da Alles abgemacht iſt, geht. Theilt Euren Freunden unſere Unterredung mit, oder theilt ſie nicht mit. Ich werde Maßregeln treffen, vaß die Sache bald öffentlich wird. Geht, Franz.

Es war nichts zu entgegnen. Der Herzog verbengte ſich und ging Wuth im Herzen ab.