Teil eines Werkes 
5.-8. Bdchn (1845)
Entstehung
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mußte, wenn ſein Herr bei Frau von Sauve war, und er über ihm wachte.

Dieſe drei Schläge machten ihn beben. Eine ge⸗ heimnißvolle Offenbarung erleuchtete ihn und er dachte, der Rath wäre dießmal ihm gegeben. Er lief alſo an den Spiegel und zog das Billet hervor, das er be⸗ reits hinter denſelben gelegt hatte.

Catharina folgte durch eine Oeffnung der Tapete allen Bewegungen des jungen Menſchen und ſah, wie er nach dem Spiegel ſtürzte, aber ſie wußte nicht, ob dieß geſchah, um das Billet zu verbergen oder zurück⸗ zuziehen.

Nun, murmelte die ungeduldige Florentinerin, warum zögert er denn, ſich zu entfernen?

Und ſie kehrte ſogleich mit lächelndem Geſichte in

das Zimmer zurück.

Noch hier, kleiner Junge? fragte ſie,worauf warteſt Du denn? Habe ich Dir nicht geſagt, ich werde für Dein Glück Sorge tragen? Zweifelſt Du, wenn ich etwas ſage?

Oh, Madame, Gpott ſoll mich behüten! erwiederte Orthon. und er näherte ſich der Königin, ſetzte ein Knie auf die Erde, küßte den Saum ihres Kleides und ent⸗ fernte ſich raſch.

Als er wegging, ſah er in dem Vorzimmer den Kapitän der Garden, welcher auf Catharina wartete. Dieſer Anblick war durchaus nicht geeignet, ſeinen Ver⸗ dacht zu beſeitigen; er verdoppelte denſelben im Ge⸗ gentheil.

Catharina hatte nicht ſobald wahrgenommen, daß der Thürvorhang ſich hinter Orthon wieder ſchloß, als ſie auf den Spiegel losſtürzte; aber vergeblich ſtreckte ſie ihre vor Ungeduld zitternde Hand hinter denſelben; ſie fand kein Billet.

und dennoch war ſie gewiß, geſehen zu haben, wie das Kind ſich dem Spiegel genähert hatte. Es war

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