Teil eines Werkes 
5.-8. Bdchn (1845)
Entstehung
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Er fand ſie nicht minder düſter, nicht minder un⸗ ruhig, als er ſelbſt war, denn ſie dachte an den feinen, ſpöttiſchen Kopf, den ſie während der Ceremonie nicht aus dem Geſichte verloren hatte, an den Bearner, dem das Schickſal, Könige, Prinzen, Mörder, ſeine Feinde und ſeine Hinderniſſe aus dem Wege räumend, Platz zu machen ſchien.

Als ihn Catharina bleich unter ſeiner Krone, ge⸗ brochen unter ſeinem Königsmantel erblickte, als ſie ſah, wie er flehend ohne ein Wort zu ſprechen ſeine Hände dieſe ſchönen Hände, die er von ihr hatte, ſtand ſie auf und ging ihm entgegen.

Oh! meine Mutter, rief der König von Polen, ich bin alſo verdammt, in der Verbannung zu ſterben.

Mein Sohn, erwiederte Catharina,vergeßt Ihr ſo ſchnell die Weiſſagung von René? Seyd unbe⸗ ſorgt, Ihr werdet nicht lange dort bleiben.

Meine Mutter, ich beſchwöre Euch bei dem erſten Gerüchte, bei der erſten Muthmaßung, die Krone ven Frankreich könnte erledigt werden, benachrichtigt mich!..

Seyd ruhig mein Sohn, bis zu dem Tage, den wir Beide erwarten, wird beſtändig in meinem Stalle ein Pferd geſattelt ſtehen und in meinem Gemache ein zur Abreiſe nach Polen bereiter Eilbote warten.

XIII. Oreſtes und Pylades.

Als Heinrich von Anjou abgereiſt war, hätte man glauben ſollen, der Friede und das Glück wären in den Louvre an den Herd dieſer Familie der Atriden zurückgekehrt.

Karl vergaß ſeine Schwermuth, erlangte ſeine kräftige Geſundheit wieder, jagte mit Heinrich und ſprach mit ihm