Teil eines Werkes 
5.-8. Bdchn (1845)
Entstehung
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Und da das Haus Bourbon an der Spitze der höchſten Häuſer ſteht, inſofern es von dem Grafen von Clermont, dem fünften Sohne des heiligen Ludwig, ab⸗ ſtammt, ſo kann ſich Euere Majeſtät wohl denken, daß das ihrige nicht vergeſſen worden iſt.

Heinrich hörte noch aufmerkſamer.

Und Ihr erinnert Euch dieſes Heroskops? fragte der König von Navarra mit einem Lächeln, das er gleichgültig zu machen ſuchte.

Oh! verſetzte René den Kopf ſchüttelnd,Euer Heroskop gehört nicht zu denjenigen, welche man vergißt.

In der That! rief Heinrich mit einer ironiſchen Geberde.

Ja, Sire, Eure Majeſtät iſt nach den Ausdrücken des Heroskops zu dem glänzendſten Geſchicke berufen.

Das Auge des jungen Fürſten ſchoß einen unwill⸗ kührlichen Blitz, der beinahe eben ſo ſchnell wieder in einer Wolke der Gleichgultigkeit erloſch.

Alle dieſe italieniſchen OHrakel ſind Schmeichler ſprach Heinrich,und wer ſagt Schmeichler, ſagt auch Lügner. Gibt es nicht ſolche Orakel, welche mir prophe⸗ zeiten, ich würde Heere befehligen?

Und er brach in ein Gelächter aus. Aber ein min⸗ der mit ſich ſelbſt beſchäftigter Beobachter, als es René in dieſem Augenblicke war, hätte die Anſtrengung dieſes Lachens geſehen und erkannt.

Sire, ſagte Rens kalt,das Heroskop kündigt noch etwas Beſſeres an, als dies. 2.

Kündigt es etwa an, daß ich an der Spitze von einem dieſer Heere Schlachten gewinnen werde?

Noch etwas Beſſeres, Sire.

Sprecht, ſagte Heinrich,am Ende werde ich noch ein Eroberer ſehn? S

Sire, Ihr werdet König ſeyn.

Ei, Ventre⸗ſafnth⸗ gris! rief Heinrich, ein hef⸗ tiges Schlagen ſeines Herzens zurückdrängend,bin ich es denn noch nicht?