„Ja, und ich begreife, daß Ihr, um eine Frau auf⸗ zufinden, einer andern den Hof macht. Das iſt der längſte Weg, aber der unterhaltendſte.“
Wir wollen die zwei Freunde verlaſſen, die ſich nichts Wichtiges zu ſagen hatten, um Aramis zu folgen. 8
Wir haben geſehen, mit welcher Geſchwindigkeit der junge Mann, als er hörte, der Unbekannte, der ihn ſpre⸗ chen wollte, käme von Tours, Bazin folgte, oder vielmehr ihm vorauslief. Er machte gleichſam nur einen Sprung von der Rue Ferou nach der Rue Vaugirard⸗ S
Beim Eintritt in ſeine Wohnung fand er wirklich einen Mann von kleinem Wuchſe, geſcheidten Augen, aber mit Lumpen bedeckt.
„Ihr verlangt nach mir,“ ſagte der Musketier.
„Das heißt, ich verlange nach Herrn Aramis. Heißt Ihr ſo2“
„Allerdings. Habt Ihr mir etwas zu übergeben?“
„Ja, wenn Ihr mir ein gewiſſes geſticktes Taſchen⸗ tuch zeigt.“
„Hier iſt es,“ ſprach Aramis, indem er einen Schlüſſel aus der Bruſt zog und ein kleines, mit Perlmutter inkru⸗ ſtirtes Kiſichen von Ebenholz öffnete,„ſeht, hier iſt es.“
Eut,“ ſprach der Bettler,„ſchickt Euren Bedienten weg.“
Bazin hatte wirklich, neugierig zu erfahren, was der Betkler von ſeinem Herrn wollte, ſeinen Schritt nach dem des letzteren geregelt und war beinahe zu derſelben Zeit mit ihm angekommen. Aber dieſe Geſchwindigkeit nützte ihn nicht ſehr viel. Auf die Aufforderung des Bettlers gab ihm ſein Herr ein Zeichen, ſich zu entfernen, und er mußte gehorchen.
Sobald Bazin ſich entfernt hatte, warf der Bett⸗ ler einen raſchen Blick um ſich her, um ſicher zu ſein, daß ihn Miemand hören oder ſehen koͤnnte, öffnete ſeine mit einem ledernen Gürtel nur ſchlecht verſchloſ⸗ ſene und zerlumpte Ueberweſte, und fing an, ſein
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