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„Welchen?“
„Meinen Eſel, mit Verlaub zu melden, Sire.“
„Wie ſo, Deinen Eſel?“
„Ja, den Eſel, der meine Kohlen trägt; er prophezeit mir immer, was es für Wetter gibt. Wenn Regen im Anzug iſt, ſpitzt er die Ohren, trippelt ganz langſam und ſucht ſich an den Wän⸗ den zu reiben. Nach dieſen Anzeichen habe ich den Regen prophezeit.“
Der König verabſchiedete ſeinen Aſtrologen, wies dem Eſel eine Penſion an und befragte fortan nur noch ſeinen Kohlenbrenner über das Wetter.
Da er Alles zu ſehen und zu wiſſen wünſcht, ſo ſteht er eines Morgens zuerſt auf, geht, wäh⸗ rend Alles ſchläft, im Schloſſe herum und begibt ſich in die Küche.
Hier trifft er einen Jungen, der den Bratſpieß dreht.
„Wie viel verdienſt Du, Kleiner?“ fragte er ihn.
Der Junge, der einen ſchlechtgekleideten Men⸗ ſchen vor ſich ſieht, hält ihn für einen Bettler.
„So viel als der König,“ antwortete er.
„Und wie viel verdient der König?“
„So viel daß er ſich ſatt eſſen kann, und das kann ich auch.“
Ludwig XI war nicht der Mann einen ſolchen Philoſophen in der Küche zu laſſen; er nahm den Jungen weg und ließ ihn erziehen.
Um dieſe Zeit bekam er ſeinen erſten Schlag⸗ anfall. Dieß geſchah in Chinon. Er fühlt das Bedürfniß nach Luft, will ſich dem Fenſter nähern und verlangt ſtammelnd, daß man es öffnen ſoll;
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