S X 8 8 50——————
X
v
11
gern griffen an; die Lütticher hatten ſich hinter großen und vollen Waſſergräben verſchanzt.
Carl ſchickte den Angreifern ſeine Bogenſchützen und ſeine leichte Artillerie entgegen.
Die Leute von Tongern wurden zurückgeworfen, aber von den Lüttichern unterſtützt.
Nichtsdeſtoweniger drangen die Bogenſchützen vor und nahmen die Verſchanzungen weg.
Aber während dieſer Bewegung hatte jeder Mann die zwölf Pfeile aus ſeinem Köcher verſchoſ⸗ ſen. Als daher die Lütticher ſahen, daß nicht mehr geſchoſſen wurde, gingen ſie ihnen wieder mit ihren Piken zu Leibe, und da ſie weniger ſchwer bewaff⸗ net waren als ihre Feinde, ſo holten ſie dieſelben leicht ein und richteten ein großes Blutbad unter ihnen an.
Die Banner des Herzogs wichen zurück.
Jetzt nahmen Philipp von Creve-Coeur, Herr von Esquerdes, und der Baron von Emmerich den Reſt der Bogenſchützen und einen Theil des Armee⸗ corps und griffen von Neuem an, während der Herzog mit der Reiterei und den Engländern in der Nachhut ſtehen blieb.
Die Lütticher konnten dieſen Angriff nicht aus⸗ halten und lösten ihre Reihen.
Die Bogenſchützen warfen ihre Bogen und Arm⸗ brüſte weg, zogen ihre Schwerter und fielen über die Flüchtlinge her.
Comines erzählt die Schlacht in wenigen Zeilen wie folgt:
„Die Lütticher mit ihren langen Piken griffen an und tödteten im Nu vier⸗ oder fünfhundert


