132 Paul Jones
lon oder Lykurg geprieſen worden war. Paul Jones begab ſich zu Katharina Il. von Rußland.
Es war ihm ein großer Ruf vorausgegangen; man nannte ihn den Schrecken der Feinde Frankreichs und Amerika's. Er machte der Czarin ein Geſchenk mit ſeiner ſchönen Fregatte und erhielt dafür den Grad eines Contre⸗Admirals.
Paul Jones ſegelte zunächſt in die griechiſchen Gewäſſer und träumte auf den Ruinen der elaſſiſchen Welt von der Wie⸗ derherſtellung Sparta's und Athens. Die Türken wurden wie⸗ derholt geſchlagen und am Ende zu dem nachtheiligen Frieden von Kainardſchi genöthigt. Katharine erhielt Aſow, Taganrog und Kinburn, freie Schifffahrt auf dem ſchwarzen Meere und die Zuſicherung der Unabhängigkeit von Taurien.
Der ſiegreiche Admiral ward in Petersburg mit Aufmerk⸗ ſamkeiten und Ehrenſtellen überhäuft, aber ſeines Bleibens war nicht auf dem Feſtlande; der Oeean lockte ihn mit tauſend ſüßen Stimmen.
Die franzöſiſche Revolution, eine Tochter der amerikaniſchen, war ausgebrochen und verhieß dem raſtlos ſtrebenden Paul neue Kämpfe und Triumphe. Er verließ den glänzenden Hof zu St. Petersburg und begab ſich nach Frankreich. Dort herrſchte eben die Theorie der Gleichheit in ihrer furchtbarſten Ausdehnung; wer das Maß überſchritt, welches das Volk allem Lebendigen an⸗ legte, der ſtarb unter der Guillotine.


