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der nordamerikaniſche Freibeuter. 171
„Iſt's möglich!“ rief ſie erfreut und erhob ſich aus dem Seſſel.
„Sie ſprechen von Namen, Rang und Vermögen?“ ſagte Paul, das Haupt ſchwermüthig ſchüttelnd;„ach wozu dies alles? Ich habe mir einen Namen erworben, der einem Volke zum Schrecken und einem andern zum Segen gereicht; habe mich zu einem Range emporgeſchwungen, wie ſelten ein Mann meines Alters; beſitze ein Vermögen, daß ich auch eine Fürſtin ausſtatten könnte. Wenn Sie mir nichts Andres als Namen, Rang und Vermögen anzubieten haben, wenn Sie mir nicht geben können, was mir ſtets gefehlt hat, wenn Sie mir keine Mutter geben wollen
„Mein Sohn!“ rief die Marquiſe endlich von ihrem Ge⸗ fühl überwältigt,„mein Sohn... mein Sohn!“
„Ha!“ rief Paul innig ergriffen,„endlich dringt ans Ihrem Herzen der längſterſehnte Ruf! O Gott! Ich danke dir!“
Die Marquiſe war in den Seſſel geſunken und ihr Erſtge⸗ borner kniete vor ihr. Sie hob ſeine Stirn empor und ſprach:
„Sieh mich an, mein Sohn! Seit 20 Jahren iſt das die erſte Freude, welche mein Herz bewegt! Komm in meine Arme! Ich habe lange gebüßt, aber Gott hat mir meine Miſſethat ver⸗ geben! Dank Dir, mein Sohn!..
„Meine Mutter!“ ſprach Paul gerührt.
Jetzt ertönte die Glocke der Schloßecapelle. Die Marquiſe


