166 Paul Jones
Achſelzuckend ſtieß Paul das Piſtol mit dem Fuße von ſich, Manuel aber erhob ſein Piſtol, während er rief:
„Da Du Dich nicht vertheidigen willſt wie ein Mann, ſo ſtirb wie ein Hund!“
In dieſem Augenblicke ertönte an der Thür ein entſetzlicher Schrei, Margarethe ſtürzte in den Saal und fiel ihrem Bru⸗ der Manuel in den Arm; zu gleicher Zeit aber ging der Schuß los und die Kugel, welche durch das Ringen der jungen Dame eine andre Richtung erhalten hatte, ſauſ'te eine Hand breit über Paul's Kopfe hin und zerſchmetterte den Spiegel über dem Kamin.
„Mein Bruder!“ rief Margarethe, zu Paul eilend und ihn in die Arme ſchließend,„mein Bruder, Du biſt doch nicht verwundet?“
„Dein Bruder?“ rief Manuel und ließ das noch rauchende Piſtol fallen;„Dein Bruder!“
„So iſt es, Manuel!“ ſagte Paul ebenſo ruhig als bisher;„jetzt weißt Du, warum ich mich nicht mit Dir ſchlagen konnte!“
Beim letzten Worte des Capitäns erſchien die Marquiſe auf der Thürſchwelle bleich als käme ſie aus dem Grabe. Furcht und Schrecken malten ſich in ihrem Auge, das ſie dann zum Him⸗ mel emporrichtete, als wollte ſie fragen, ob er nun endlich ver⸗ ſöhnt ſei. Als ſich ihre Blicke wieder ſenkten, ſah ſie Manuel


