164 Paul Jones
„Herr Marquis von Auray, Sie vergeſſen vielleicht Ihren Beſuch an Bord der Indianerin!“ ſagte Paul ruhig wie bisher.
„Ohne weitere Ausflüchte, mein Herr! Warum ſoll ich es geſtatten, daß Sie meine Herausforderung bei Seite ſchieben und ſich hinter meinem Rücken willkührlich einen Gegner wählen?“
„O, mein Herr,“ verſetzte Paul lächelnd;„ich will mich mit jedermann ſchlagen, nur nicht mit Ihnen!“
„Ei das wäre!“ rief Manuel bitter lachend;„Sie müſ⸗ ſen ſich entweder mit mir ſchlagen..
„Es iſt unmöglich!“
„Herr!“ ſchrie Manuel ungeduldig,„nachdem Sie nichts als Unheil angerichtet haben, nachdem Luſignan trotz der Ordre des Miniſteriums wieder zurückgebracht iſt, meine Schweſter ſich gegen den Willen ihrer Mutter empört hat, mein Vater durch Ihren Anblick getödtet, kurz nachdem durch Sie alles in Verwirrung gebracht worden iſt, kommen Sie her und ſprechen, Sie könnten ſich nicht mit mir ſchlagen! Herr, die Zeit der Räthſel iſt vorbei! Haben Sie mir aber etwas zu entdecken, nun ſo ſagen Sie mir es offen und ehrlich!“
„Das Geheimniß, welches Sie von mir fordern, iſt nicht allein das meinige,“ antwortete Paul ſtets mit der vollkom⸗ menſten Ruhe;„ich kann es Ihnen jetzt nicht mittheilen; drin⸗ gen Sie nicht weiter in mich. Leben Sie wohl!“


