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der nordamerikaniſche Freibeuter. 145
ſenken oder ein Tropfen Blut aus ſeinen Wunden fallen, damit ich Gewißheit über ſeine göttliche Sendung erhielte. Aber das Crucifix regte ſich nicht und Verzweiflung erfüllte mich ganz. Jetzt nahm ich mir vor, Gott in ſeinen Werken zu ſuchen, und nun begann mein herumſchweifendes Leben, das ewig ein Geheimniß zwiſchen mir und dem Himmel bleiben wird. In den Einöden Amerika's, in den Urwäldern der Erde fand ich den Allmächtigen, dem die Natur ewige Hymnen ſingt. Seit dieſer Zeit iſt mir je⸗ der Zweifel fern geblieben..
„Ich glaube an den allmächtigen Gott, Schöpfer Himmels und der Erde!“ rief der Greis mit gen Himmel ge⸗ richteten Auge.
Als Achard ſein frommes Gebet beendet hatte, erſcholl in der Nähe eine wehklagende Stimme. Bebend flüſterte Paul dem Greiſe zu:
„Hörſt Du?“
„Was?“
„Haſt Du gar nichts gehört?“
„Nein.“
„Es kam mir vor wie eine Wehklage... Es rief meinen
Namen! Hörſt Du jetzt? Das iſt Margarethens
Stimme!“
„Geh ihr entgegen,“ ſagte der Greis;„ich wünſche allein zu ſein!“ 10


