1352 Paul Jones
Marquiſe mit höhniſchem Lachen aufſtehend;„was für Groß⸗ eltern ſehr rührend ſein mag, iſt für Freunde gemeiniglich ſehr läſtig. Meine Herren, es ſtehen Erfriſchungen bereit. Mache die Honneurs, mein Sohn! Sie werden verzeihen...“
Manuel und Lectour verbeugten ſich, gingen ſchwei⸗ gend ab und alle Gäſte folgten ihnen. Sowie der letzte hinaus war, machte ſie die Thüren zu, kehrte zum Marquis zurück, den Margarethe noch umfaßt hielt, und ſprach zu dieſer:
„Da jetzt niemand weiter da iſt, als wer Dir zu gebieten das Recht hat, ſo unterſchreibe oder geh Deiner Wege!“
„O gnädige Frau, Erbarmen!“ rief Margarethe; „verlangen Sie von mir keine Ehrloſigkeit!“
„Du haſt mich nicht verſtanden! Ich muß Dir alſo wieder⸗ holen: Unterſchreibe oder geh Deiner Wege!“ ſagte die Mar⸗ quiſe gebieteriſch. Ihre Tochter aber rief wie außer ſich:
„O mein Vater, mein Vater! Ich will mich nicht aus den Armen eines Vaters reißen, den ich ſeit 10 Jahren zum erſten Male wiederſehe, ohne daß er mich erkennt und an ſeine Bruſt drückt. Vater, ich bin's, Deine Tochter!“
„Was iſt das für eine weinende Stimme, die mich anfleht? Was iſt das für ein Kind, das mich Vater nennt?“ murmelte der Marquis dumpf.
„Dieſe Stimme,“ nahm die Marquiſe das Wort, indem ſie verſuchte ihre Tochter am Arme wegzuziehen,„dies iſt eine


