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Paul Jones, der nordamerikanische Freibeuter : Roman / von Alexander Dumas
Entstehung
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56 Paul Jones

bald als eine Heilige betrachtet, die einſt eine hohe Stellung im

Himmel einnehmen werde.

Es dauerte nicht lange, ſo meldete der alte Diener die An⸗ kunft der gnädigen Frau. Gleich darauf öffnete ſich eine Thür und Manuel's Mutter erſchien. Es war eine blaſſe Frau von mehr als mittler Größe, die höchſtens 45 Jahre zählen konnte,

Trotz dem ſtrengen Ausdruck ihres Geſichts ſah man wohl, daß es einſt ſehr ſchön geweſen ſein mußte. Sie trug jetzt, wie ſeit 1760, wo ihr Gemahl den Verſtand verloren hatte, ganz ohne Ausnahme ein langes ſchwarzes Schleppkleid, das ihrem lang⸗ ſamen Gange etwas Feierliches verlieh. Manuel ſtand ſogleich ehrfurchtsvoll auf, ſchritt ihr entgegen, verbeugte ſich tief und küßte die ihm dargebotene Hand.

„Ich freue mich, Graf, Sie wieder zu ſehen,“ ſagte ſie mit einer Kälte, als ob ihr Sohn nicht 5 Monate, ſondern kaum einen Tag von ihr entfernt gelebt hätte.

Manuel geleitete ſie nach einem großen Armſtuhl und blieb vor ihr ſtehen, als ſie ſich darauf niederließ.

„Ich habe Ihren Brief erhalten, Graf,“ begann ſie von

neuem,„und daraus erſehen, daß Sie mir mehr zum Diplo⸗ maten als zum Krieger geboren zu ſein ſcheinen; ſtatt um ein Regiment ſollten Sie den Baron von Lectour um einen Ge⸗ ſandtſchaftspoſten angehen.“

„Lectour wird allen unſern Wünſchen zuvorkommen,