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der nordamerikaniſche Freibeuter. 55
Schloß wie in eine Gruft begraben hatte, ließ keine Stimme der Bitte oder Klage laut werden und ward auf dieſe Weiſe der großen Welt gleichgültig und unbekannt. Nur auf dem Stamm⸗ baum war die Geburt eines Sohnes und einer Tochter bemerkt; weiter entſproſſen dieſer Ehe ſpäter keine Nachkommen. Die Auray's figurirten nur noch dem Namen nach nnter Frank⸗ reichs Adel; ſeit 20 Jahren hatten ſie ſich weder in die Hof⸗ Intriguen noch in politiſche Geſchäfte gemiſcht, ſich weder für die Pompadour noch für die Dubarry erklärt, ſich weder bei den Triumphen des Marſchalls von Broglie noch bei den Riederlagen des Grafen von Clermont ausgezeichnet. Man konnte ſagen, ſie waren weder Ton noch Echo mehr.
Indeſſen hatte man doch, wenn auch ohne weitere Folgen, den Namen Auray ein paarmal bei Hofe nennen hören, näm⸗ lich einmal als der junge Graf Manuel im Jahre 1769 unter die Pagen Sr. Majeſtät Ludwig's XV., und dann als er einige Jahre ſpäter unter das Fußvolk des jungen Königs Ludwig XVI. aufgenommen worden war.
Nun traf es ſich aber, daß Mannel einen gewiſſen Baron von Lectour kennen lernte, welcher ein Seitenverwandter des Miniſters Maurepas war. Lectour ſtellte ſeinen neuen Freund dem alten Hofmanne vor, der ſich etwas genauer nach deſſen Familienverhältniſſen erkundigte. Da der Miniſter hörte, daß Manuel eine Schweſter habe, ließ er wie im Scherz ein


