24 Paul Jones
zufrieden zu ſein. Da er indeſſen bemerkte, daß die Blicke deſſel⸗ ben immer nur auf der erwähnten Figur hafteten, ſo ſchien er
ſeiner Meinungsäußerung mit ziemlicher Spannung entgegen zu
ſehen. Der Graf äußerte kein Wort, obgleich man bereits ſo nahe gekommen war, daß ihm keine einzelne Schönheit hatte entgehen können. Darum brach der Seemann das Schweigen zuerſt und
ſagte, indem er durch einen Anſchein von Heiterkeit zu verbergen
ſtrebte wie ſehr er auf die Antwort ſpannte: „Nun, liebſter Graf, was ſagen Sie zu dieſem Meiſter⸗ werke?“
„Ich ſage,“ antwortete der Gefragte,„daß es unter allen
derartigen Arbeiten, die ich zu ſehen Gelegenheit hatte, vorzugs⸗
weiſe den Namen verdient, den Sie ihm ſo eben gaben.“ „Ja,“ erwiederte jener,„es iſt das letzte Werk von Guillaume Coſtou, welcher noch vor deſſen Vollendung ſtarb; ſein Schüler, ein gewiſſer Dupré, hat es fertig gemacht; auch er iſt ein verdienſtvoller Mann, den aber jetzt der Hunger zwingt Holz ſtatt Marmor zu hauen und Vordertheile für Schiffe ſtatt Bildwerke zu machen. Sehen Sie da,“ fuhr er fort und gab der Barke mit dem Steuer eine Bewegung, wodurch es um die Außenſeite herum getrieben wurde,„es iſt ein wirkliches Ko⸗ rallenhalsband, was Sie um den Hals hat, und in den Ohren trägt ſie echte Perlen; jeder ihrer Augäpfel iſt ein Diamant von
hundert Guineen an Werth, wie am Bildniß König Wilhelm's.
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