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Johanna, die Jungfrau von Orleans : historischer Roman / von Alexander Dumas. Dt. von Heinrich Bourdin
Entstehung
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196 Jungfrau von Orleans.

ihrerHalsſtarrigkeit anerkenne, ihr Werk ſei nicht von Gott ſondern vom Böſen? Jedermann ſah ein, daß die Ueberredung nicht hinreichen werde; man beſchloß ihre Entſchloſſenheit durch die Furcht vor der Folter zu be⸗ ſiegen. Der Biſchof von Beauvais ging mit dem Peini⸗ ger und den Marterwerkzeugen zu ihr in's Gefängniß und drohte ihr, ſie auf die Folter ſpannen zu laſſen, wenn ſie ihre Ketzereien nicht anerkennen und abſchwören wolle. Das arme Kind ward für den erſten Augenblick todten⸗ bleich, erholte ſich aber doch bald ein wenig und ſagte zum Biſchof:Thut nach Belieben; aber ich ſage Euch, das Uebel welches ihr mir an Leib und Seele atlhut, wird auf Euch zurückfallen. Als ob ſie gar nichts ge⸗ ſagt hätte, nahte ſich ihr der Peiniger mit den Marter⸗ werkzeugen, als der hinzutretende Arzt erklärte, die An⸗ geklagte ſei noch ſo ſchwach, daß ſie auf der Folter ſter⸗ ben werde. Dies mußte Cauchon wegen der Engländer verhüten. Er ließ daher die Jungfrau in's Gefängniß zurückführen und ſchickte den nichtswürdigen Lohſeleur wieder zu ihr, welcher ihr den Rath geben mußte ſich allem zu unterwerfen was man von ihr verlangen würde, denn dies ſei der Weg aus den Feſſeln der Engländer in die Hände der Kirche. Nachdem ſie eine ganze Nacht hindurch mit der ganzen Klarheit ihres Geiſtes gegen