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Johanna, die Jungfrau von Orleans : historischer Roman / von Alexander Dumas. Dt. von Heinrich Bourdin
Entstehung
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24 Jungfrau von Orleans.

ihrer Geſpielinnen auf einer Wieſe zwiſchen Domremh und Neufchäteau. Die Mädchen wanden einen Strauß und beſtimmten unter ſich, daß er derjenigen gehören ſollte, welche am ſchnellſten bei einem aufgeſteckten Ziele eintreffen würde. Als der Lauf eben beginnen ſollte, that Jeannette ein Gelübde, den Strauß der heiligen Katharina auf dem Altar zu opfern, wenn ſie ſo glücklich ſein ſollte, den Preis zu gewinnen. Gleich dar⸗ auf liefen die Mädchen dem Ziele zu, Jeannette aber mit einer ſolchen Schnelligkeit, daß ſie mit ihren Sohlen kaum den Boden zu berühren ſchien. Sie war ihren Mitbewerberinnen weit voraus, von denen eine plötzlich ſtehen blieb und ihrer Geſpielin verwundert zurief:Jean⸗ nette, Jeannette, was machſt Du? Du läufſt ja nicht auf der Erde wie wir, ſondern fliegſt wie ein En⸗ gel durch die Luft! Es war an dem; das junge Mäd⸗ chen fühlte ſich, wie das zuweilen im Traume geſchieht, über den Boden erhoben und war am Ziele, bevor ſie es ſelbſt vermuthete. Dort aber ſtand ein ſchöner junger Mann, welcher ihr mit holdſeligem Lächeln ſagte: Jo⸗ hanna, eile nach Hauſe, denn Deine Mutter bedarf Dein! Die Jungfrau übergab ihre Heerde einer ihrer Gefähr⸗ tinnen zur Aufſicht und folgte den Worten des Jünglings, den ſie für einen Abgeſandten ihrer Familie hielt. Zu