18 Jungfrau von Orleans.
„Glaubt Ihr mir nicht,“ ſagte Jeannette mit Fe⸗ ſtigkeit,„ſo werdet Ihr Eurem Freunde glauben, der Euch die Nachricht baldigſt überbringen wird.“
„Hört nicht auf ſie, Herr Ritter,“ rief Jaeques, zwiſchen dieſen und ſeine Tochter vortretend;„ſie weiß nicht was ihr Mund ſpricht.“
„Wäre es auch, wie Eure Tochter ſagt— denn Eure Tochter iſt ſie ja wohl—“
„Ach ja, Herr Ritter,“ murmelte Jacques,„leider iſt ſie es, die uns ſo vielen Kummer verurſacht.“
„Wäre alſo auch der Graf von Salisburh todt, blieben uns nicht noch genug der mächtigen Feinde? Da ſind Suffolk und de la Poule, Falſtaff und Ro⸗ bert Heron, Grah und Talbot, Soales und Lan⸗ celot von Lille, Gladesdale, Guillaume von Rochefort und viele Andre!“
„Und haben wir nicht,“ begann die Jungfrau eifrig, „die Alengon und Clermont, die Dunois und La Hire, die Saintrailles und ſo viele Andre, die ebenſo wie Ihr, Herr Ritter, bereit ſind für den Dau⸗ phin unſern Herrn Gut und Blut zu opfern? Und wird es dem Herrn der Himmel gefallen, das ſchöne Frankreich, das er liebt wie ſeinen Augapfel, in die Hände der Eng⸗ länder und Burgunder zu geben? Ehe der Roggen weiß
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