Teil eines Werkes 
6.-10. Bdchn (1855)
Entstehung
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Das war ihre einzige Antwort.

Hegen Sie keinen Groll gegen mich, da Gott Sie gerettet hat! fuhr Auger fort.Ich gedachte dieſen ſchändlichen Prinzen in Ihren Armen zu tödten; doch ich rettete ſo Ihre Ehre nicht, und ich rich⸗ tete Ihr Leben, das meine, das von Allen denjeni⸗ gen, welche Ihnen theuer ſind, zu Grunde. Ein peinlicher Proceß folgte auf dieſen Mord, die Schande und das Schaffot verſchlangen uns Alle. Begreifen Sie, Ingénue: bei meinen, ich geſtehe es, von der Furcht eingegebenen Berechnungen erfuhren Sie nie etwas von dem Verbrechen, das Sie hintergangen; der Prinz verſchwand, ohne Ihnen bekannt gewe⸗ ſen zu ſein; am andern Tage gehörten Sie mir, ohne daß je die Vergangenheit Sie in der Erinnerung betrübt hätte.

Genug! rief Ingénue bebend vor Zorn,ge⸗ nug! Sie ekeln mich an! Sie glauben Ihr Verbre⸗ chen zu mildern, indem Sie die Entſchuldigung der Furcht anrufen?

Ei! mir ſcheint...

Oh! ich wiederhole: ſchweigen Sie!

Ingénue!

Ich habe alſo einen Feigen geheirathet! ich habe vor Gott einen Mann genommen, der, ſtatt mich mit Gefahr ſeines Lebens zu vertheidigen, wie dies den Chemännern zu thun von der Schrift eingeſchärft iſt, mich preisgibt und entehrt, um ſein Leben zu retten? Sie ſind ein Feiger, und Sie verlangen von mir, daß ich Ihnen vergebe? Nein, weil Sie ein Feiger ſind, jage ich Sie fort! weil Sie ein Feiger

ſint ſind

ſere

ſtů