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ſtand die Frau Admiralin von Coligny durch ihre religiöſe Strenge den ſieben Sternen, die Catharina umgaben, im Wege. Gleich den ſieben Töchtern des Atlas, fühlten ſich dieſe glänzenden Sternbilder un⸗ behaglich gegenüber dieſer unerſchütterlichen Tugend, die man ſo oft anzugreifen geſucht hatte und die man verläumden mußte, weil es unmöglich war ihr in Wahrheit etwas Böſes nachzuſagen.
Inmitten dieſes ſo bedeutungsvollen Schweigens, das ſie indeſſen nicht zu beachten ſchien, küßte die Admiralin der Königin Catharina die Hand und ſetzte ſich dann auf ein Tabouret, wo ſie den Prin⸗ zen von Joinville zu ihrer Rechten, den Prinzen de la Roche⸗ſur⸗Yon zu ihrer Linken hatte.
„Nun wohl, meine Herrn vom Parnaſſus,“ ſagte Catharina, nachdem die Admiralin ſich geſetzt hatte,„ſollte Uns denn keiner von Euch irgend ein neues Lied, ein neues Triolet oder ein gutes Cpigramm zum Beſten zu geben wiſſen? He da, Maeſtro Ronſard, monson Jodelle, monsou Remi Belleau, an Euch iſt es die Koſten der Unterhal⸗ tung zu tragen; ein ſchönes Verdienſt Vögel bei ſich zu haben, wenn dieſe Vögel nicht ſingen! Herr Peter von Bourdeilles hat uns ſo eben mit einer ſchönen Erzählung erfreut; beluſtiget Ihr uns mit einer ſchönen Poeſie.“
Die Königin ſagte dieſe Worte mit jener halb⸗ franzöſiſchen halb italieniſchen Ausſprache, die ihrer Unterhaltung einen ſo pikanten Zauber verlieh, wenn ſie heiter war, die aber dennoch gleich der Sprache Dantes einen ſo furchtbaren Ton anzuneh⸗ men wußte, wenn dieſe Unterhaltung ſich verdüſterte.
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