Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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von Lothringen auf den Lehnſtuhl Catharina's geſtützt ſah, da erklärte ſie ſich das Lächeln der Königin⸗Mutter:„Ohne Zweifel hatte der Cardinal mit dem feinen Spott, deſſen Gabe er im höchſten Grade beſaß, irgend Etwas erzählt.“

Die andern Perſonen, welche die Königin⸗Mutter umgaben, waren Franz von Guiſe und der Prinz von Joinville, ſein Sohn, der Verlobte des Fräuleins von St. André; der Marſchall von St. André ſelbſt; der Prinz von Montpenſier, ſeine Frau, Jacobine von Ungarn, ſo berühmt durch ihren Einfluß auf Catharina von Medici, und der Prinz de la Roche⸗ſur⸗Yon.

Hinter ihnen der junge Herr upn Bourdeilles (Brantome), Ronſard, Baff, ein guter Kerl, aber ſchlechter Poet, ſagt der Cardinal Duperron⸗Daurat; ein Schöngeiſt, abſcheulicher Poet und Pindar Frank⸗ reichs, ſagen ſeine Zeitgenoſſen.

ann Remi Belleau, weniger bekannt durch ſeine ſchlechte Ueberſetzung Anakreons und ſein Gedicht über die Verſchiedenheit der Edelſteine, aber berühmt durch ſein friſches Lied auf den Monat April; Pontus von Thiard, Mathematiker, Philo⸗ ſoph, Theolog und Dichter, derſelbe der, wie Ron⸗ ſard ſagt, die Sonnette in Frankreich einführte; Jodelle, Verfaſſer der Cleopatra, der erſten fran⸗ zöſiſchen Tragödie— Gott vergebe ihm im Himmel, wie wir ihm auf Erden vergeben!— Verfaſſer der Dido, der zweiten Tragödie, der Comödie Eu gen, ſo wie einer Maſſe von Sonnetten, die damals

ſehr im Schwung waren, unſerer Cpoche aber un⸗

bekannt ſind, kurz die ganze Plejade, mit Aus⸗ Dumas, Horoſcvp. II. 3