Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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ſeines Appetits nannte alle Ehre machte, auf ſeinen Teller.

Robert gleichfalls. Mit zwanzig Jahren ißt man immer, welche Bekümmerniſſe auch den Geiſt befangen halten mögen.

Er alſo ſchweigſamer, ſogar ſorgenvoller als ſein Freund, aber er doch.

Uebrigens wurbe Patrick durch die Idee dem⸗ nächſt ſeine Räthin zu ſehen ſo heiter geſtimmt, daß er für Beide plauderte.

Es ſchlug halb zwölf.

Patrick erhob ſich haſtig von der Tafel, zer⸗ malmte ein letztes Stück von der goldenen Kruſte der Paſtete unter ſeinen Zähnen, die ſo weiß wa⸗ ren wie die des Wolfes in ſeinen Bergen, trank ein letztes Glas Wein und begann die Kleider ſeines Landsmannes anzulegen.

In dieſem Aufzug hatte er das eigenthümlich ſteife Weſen, das die Kriegshelden unſerer Tage gewöhnlich haben, wenn ſie ihre Uniformen gegen ſtädtiſche Kleider vertauſchen.

Das Geſicht und die Haltung eines Soldaten borgen in der That immer Etwas von ſeiner Uni⸗ form und verrathen ihn überall, wohin er gehen, unter welchem Coſtüm er auftreten mag.

Der Bogenſchütze war nichtsdeſtoweniger in die⸗ ſem Anzug ein ſchöner Kavalier mit blauen Augen, rothen Haaren und einer friſchen glänzenden Haut.

Als er ſich in einem Spiegelbruchſtück betrachtete, ſchien er zu ſich ſelbſt zu ſagen:Wenn meine Räthin nicht zufrieden iſt, ſo muß ſie wahrhaftig ſehr heikel ſein.