Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

203

Oh, Lanoue, ſagte Dieſe,weißt Du, was ſo eben geſchehen iſt?

Nein, gnädiges Fräulein, antwortete die Kupplerin,aber es muß etwas ſehr Schreckliches ſein, denn Ihr ſeid todtenblaß.

Sehr ſchrecklich in der That, und Du mußt mich augenblicklich in meine Wohnung zurückbe⸗ gleiten.

Und warum Das, gnädiges Fräulein? ſtDu weißt, was geſtern um Mitternacht geſchehen iſt?

Das gnädige Fräulein meint den Stein, der mit einem Drohbrief gegen den König umbunden war?

Ja. Daſſelbe iſt ſo eben wieder geſchehen, Lanoue, ein Mann, ohne Zweifel der gleiche, den ich für den Prinzen von Condé hielt, hat wie geſtern ſo eben einen Stein geworfen und eine Fenſterſcheibe des Marſchalls zertrümmert.

Und Ihr habt Angſt?

Allerdings, Du begreifſt, Lanoue, ich fürchte, mein Vater könnte an meine Thüre klopfen, und wenn er keine Antwort bekommt, aus Mißtrauen oder Unruhe mein Zimmer öffnen, das er dann leer finden würde.

Oh, wenn Ihr Das fürchtet, gnädiges Fräu⸗ lein, ſagte Lanoue,ſo könnt Ihr Euch beruhigen.

Warum?

SbEuer Vater iſt bei der Königin Catharina. 8Bei der Königin Morgens um ein Uhr? Ach, gnädiges Fräulein, es hat ſich ein großer

Unfall zugetragen.