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Muße, und wenn ich zufällig heute Nacht nicht entdecken ſollte was ich ſuche, ſo gebt Euch Mühe unter allen Handſchriften, die Ihr kennet, den Herrn dieſer da aufzufinden.“
„Darf ich dieſes Billet meinem Bruder mit⸗ theilen?“
„Er hat es bereits geleſen: vor ihm habe ich keine Geheimniſſe. Ach, ich gäbe viel dafür, um zu erfahren, wer dieſes Billet geſchrieben hat.“
„Morgen werde ich es Euch zurückſchicken.“
„Nein, ich werde es ſelbſt bei Euch holen; laßt es Eurem Bruder; vielleicht werde ich Euch ſelbſt Etwas zu erzählen haben... Ei ſehet, da kommt dieſelbe Perſon heraus.“
Der Schatten, der in's Zimmer gegangen war, kam wirklich heraus und ſchlug dießmal die Rich⸗ tung der beiden Freunde ein: glücklicher Weiſe war dieſer Corridor, wahrſcheinlich mit Vorbedacht, ſchlecht beleuchtet, und in ihrer Vertiefung befanden ſie ſich außerhalb des Wegs, ſo wie in gänzlicher Dunkelheit.
Aber aus dem ſchnellen und ſichern Schritt, womit dieſer Schatten trotz der Finſterniß einher⸗ ging, war leicht zu erſehen, daß er mit dem Weg vollkommen vertraut war.
Im Augenblick, wo er an den beiden Freunden vorbeikam, drückte Herr von Condé Dandelot die Hand.
„Lanoue!“ murmelte er.
Lanoue war eine der Frauen Catharinas von Medici, und zwar, wie man ſagte, die Lieblings⸗ und Vertrauensdame der Königin Mutter.
Was hatte ſie hier zu thun, wenn ſie nicht
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