halben Stunde hatten mehrere Spießbürger, ver⸗ miſcht mit Studenten und Handwerkern, deutlich ge⸗ nug verrathen, daß ſie ſich über die dreifachen Be⸗ trachtungen des jungen Mannes ärgerten; ſie är⸗ gerten jich um ſo mehr, als dieſer ſelbe junge Mann ihnen nicht die mindeſte Beachtung zu ſchen⸗ ken ſchien.
„Ah,“ ſagte eine Mädchenſtimme,„ich bin nicht neugierig, aber ich möchte doch gerne wiſſen, warum dieſer junge Menſch ſo hartnäckig zuerſt das Waſ⸗ ſer, dann die Erde und dann den Himmel anſieht.“
„Du willſt es wiſſen? meine Herzensperrette?“ fragte ein junger Spießbürger, welcher galant den Wein aus dem Glas der Dame und die Liebe aus ihren Augen trank.
„Ja, Landry, und ich werde demjenigen, der mirs ſagt, einen tüchtigen Kuß geben.“
„Ach, Perrette, ich wollte, daß Du für einen ſo füßen Lohn etwas Schwierigeres forderteſt.“
„Ich will mich mit dem begnügen.“
„Verſprich mirs noch einmal.“
„Da haſt Du meine Hand.“
Der junge Spießbürger küßte die Hand des jungen Mädchens und erhob ſich mit den Worten:
„Du ſollſt es ſogleich erfahren.“
Sofort ſchritt er auf den einſamen und ſtummen Betrachter zu.
„He da, junger Mann,“ redete er ihn an, „ohne Euch befehlen zu wollen, warum ſchaut Ihr denn en Raſen ſo an? Habt Ihr Etwas ver⸗ loren?“
Als der junge Mann bemerkte, daß man ihn


