Prolog.
I. Die Landimeſſe.
Gegen Mitte Juni des Jahres 1559, an einem herrlichen Sommermorgen, drängte ſich eine Volks⸗ menge, die man etwa auf dreißig bis vierzigtauſend Perſonen ſchätzen konnte, auf dem Sanct⸗Genovefa⸗ platz zuſammen.
Ein Menſch, der ganz friſch aus ſeiner Provinz gekommen und auf einmal mitten in die Straße St. Jacques gerathen wäre, wo er dieſe Menge hätte ſehen können, würde ſich gewiß gewaltig den Kopf darüber zerbrochen haben, was dieſe zahlreiche Verſammlung auf dieſem Punkt der Hauptſtadt be⸗ deuten ſolle.
Das Wetter war herrlich: man wollte alſo nicht wie im Jahr 1551 das Reliquienkäſtchen der heili⸗ gen Genovefa hervorholen, um das Aufhören des Regens zu erlangen.
Es hatte zwei Tage vorher geregnet: man führte alſo nicht das beſagte Reliquienkäſtchen der heiligen Genovefa in Prozeſſion herum, um wie im Jahr 1556 Regen zu erflehen.


